Die „Magie“ das Vision-Boards Coaching-Impuls für Zuhause …

Die „Magie“ das Vision-Boards
Coaching-Impuls für Zuhause …

„‘Echt jetzt? Ausschneiden von Bildern und Aufkleben von Schnipseln soll mir tatsächlich in meinem Alltag helfen?´ ich damals gedacht, als ich mein erstes Vision-Board kleben sollte.“ erzählte mir kürzlich eine Klientin im Seminar. „Und – hat`s geklappt?“ wollte ich neugierig wissen? „Ich hab mich dann drauf eingelassen und was soll ich sagen – 90 Prozent von dem was ich da aufgeklebt habe, hat sich wirklich erfüllt!“

Was genau ist eigentlich ein Vision-Board? Wozu ist das gut und wieso schwören so viele auf die „Magie“ des Boards?

Letztlich handelt es sich beim Vision-Board um eigentlich um eine Art Collage. Damit diese Collage „magisch“ wird, braucht es jedoch eine bestimmte Heransgehensweise und Technik. Neugierig geworden? Dann lade ich Dich ein es auszuprobieren. Los geht´s:

Du brauchst:

  • 3-4 Zeitschriften, Illustrierte, Prospekte oder ausgedruckte Bilder aus dem Internet
  • ein großes Blatt oder Fotokarton (A2 oder zwei A3-Bögen)
  • Schere und Kleber
  • Nach Wunsch: Aufkleber, Sternchen, Glitzerkleber oder andere Deko-Materialien
  • (Und ggf. ein zwei weitere Zeitschriften und ein Blatt um die Kinder zu beschäftigen, falls du das nicht in Ruhe machen kannst wenn diese schlafen oder doch mal in der KiTa sind. Arbeitsauftrag an Kinder kann sein: Schneide alles aus was blau ist. Schneide alle Tiere aus, die du findest. Reiss die Zeitschrift in Stücke und klebe die Schnipsel bunt zusammen.)

Schritt 1: Intuition und Inspiration wirken lassen

Nimm dir zunächst eine Stunde um entspannt und locker durch deine Zeitschriften zu Blättern. Lifestyle-Magazine wie happinez, Landlust oder auch Illustrierte bieten schöne Bilder. Doch auch alte Reiseführer, Bilderbücher die längst ins Altpapier sollten, Prospekte oder Mitgliedermagazine deines Vereins bieten schönes Bildmaterial. Manche arbeiten auch gern mit Bildern aus dem Internet.

In dieser ersten Stunde darfst du alle Bilder ausschneiden, die du schön findest. Es braucht noch keinerlei Sinn dahinterstehen. Ob Blume, Auto, Baby oder einfach ein schöner Farbverlauf – alles ist erlaubt. Auch Sinnsprüche oder einzelne Worte oder Slogans, die dir auffallen dürfen ausgeschnitten werden.

Lasse deinem Unbewussten freien Lauf. Manchen hilft es dennoch, eine Fragestellung zu haben. Das kann z.B. sein: „Wovon möchte in diesem Jahr mehr in mein Leben holen?“ oder „Was möchte ich in den kommenden 4 Jahren erreichen oder ermöglichen“. Oder auch: „Mein perfektes Familienleben 2021“.

Wichtig ist bei der Fragestellung, dass sie dein Unbewusstes dazu einlädt sich den optimalen positiven Zustand vorzustellen und der Intuition freien Raum lässt. 

Schritt 2 Auswählen und Arrangieren

Nun hast du eine Menge Bilder oder Wortschnipsel. Im nächsten Schritt geht es darum auszuwählen. Überlege, welche Bilder unbedingt auf dein Vision-Board gehören. Welches Motiv ist dir wichtig? Welches Bild gefällt dir am Besten? Was soll sich in deiner Zukunft verwirklichen?

Denke nicht darüber nach, ob das realistisch ist, oder was es bedeutet. Du möchtest ein Pferd im Zentrum deines Vision-Boards obwohl du in einer kleinen Wohnung im Herzen Berlins lebst? Egal – wenn dein Herz ein Pferd in der Mitte des Boards will – klebe es dahin! Da sind Babys in deiner Bildersammlung aufgetaucht, obgleich du über 50 und absolut fertig mit deiner Familienplanung sind? Macht nichts – die Intuition wird dir irgendwas damit sagen wollen – also kleb’s auf. Was es bedeutet überlegen wir später!  Die Ballett-Tänzerin oder die Sonnenblume wollen auf das Board? Dann gib ihnen einen schönen Platz! Sie werden irgendwie wichtig sein.

In diesem Schritt gilt es deiner Intuition zu vertrauen und dein Board so zu gestalten, dass es Dir aus dem Bauch und dem Herzen heraus gefällt.

Schritt 3 Das Finish: Dekorieren (optional)

Wenn du magst kannst du nun noch mit Lackstiften, Glitzerkleber, Aufklebern oder ähnlichem Akzente setzen, dem Ganzen einen Rahmen geben und I-Tüpfelchen setzen.

Schritt 4  Die Vernissage: Assoziieren und Würdigen (optional)

In meinen Seminaren werden die fertigen Vision-Boards nun in einer Art Vernissage ausgestellt und gewürdigt. Wer mag stellt sein Bild auf einer Leinwand auf und die anderen KursteilnehmerInnen werden eingeladen zu assoziieren, zu spekulieren und zu phantasieren. „Was will uns die Künstlerin damit sagen?“ frage ich offen in den Raum. Nun darf herumgesponnen werden. Oft fällt den fremden Betrachterinnen am Bild, der Gestaltung oder der Auswahl der Motive etwas auf, das der Gestalterin des Bildes nicht bewusst war. Es werden Sehnsüchte herausgearbeitet: „Mir scheint, dass die kreative Gestaltung darauf hindeutet, dass die Künstlerin mehr Spontaneität im Leben will.“ Oder „Vielleicht bedeutet die Ballett-Tänzerin in Kombination mit der Sonnenblume, dass irgendwas sich jetzt entfalten und gelebt werden möchte?“.

Diese Übung kannst du mit deinen Freundinnen, mit einem Kreis lieber Menschen per WhatsApp oder deinem Partner machen. Oder : Du schickst mir dein Foto per What’s App oder Email und ich gebe dir meine Assoziationen, sobald ich Zeit dafür finde.

Wichtig bei dieser Übung: Es ist spielerisch! Die Assoziationen erheben keinen Anspruch auf Wahrheit. Sie sollen nur weiterführende Impulse, Anregungen und Ideen bereitstellen. Möglicherweise ist mit dem Baby kein Kinderwunsch gemeint, sondern die Sehnsucht danach etwas Neues in die Welt zu bringen? Oder vielleicht ist das Pferd gar nicht symbolisch gemeint, sondern die Künstlerin möchte tatsächlich mehr Umgang mit Tieren haben?

Wenn du diese Übung nicht mit Freunden machen möchtest, kannst du das Bild auch einfach aufhängen und dich selbst in die Rolle des Betrachters begeben. Tu so, als hättest du das Bild noch nie gesehen und philosophiere laut was sich herauslesen lässt. Denn tatsächlich hat ja deine Intuition das Bild gestaltet – und nun darf dein Alltags-Ich sich damit konstruktiv auseinander setzen

Schritt 5 Titel und Genehmigung (optional)

Wenn du magst, kannst du nun einen spannenden Titel oder ein Motto finden. „Anspannung und Entspannung“ – „Mehr Ich für Mich“ – „Leben und leben lassen“ – „Folge Deinem Stern …“ sind solche Titel, die in meinen Seminaren schon vorkamen.

Und nun kommt der Teil, den meine TeilnehmerInnen lieben: Ich besitze einen „Genehmigt“-Stempel. Wenn die Künstlerinnen mit ihrem Werk wirklich zufrieden sind, dann erlauben sie der „Magie“ sich zu entfalten indem sie voller Lust und Entschlossenheit den Stempel drauf setzen und sich diese Zukunftsvision so selbst genehmigen. Denn nur du selbst kannst das „Go“ für die Entfaltung deiner Träume und Wünsche geben.

Wenn du keinen solchen Stempel besitzt, dann kannst du z.B. auch Datum und Künstler-Signatur in eine Ecke setzen oder auf die Rückseite ein großes „Ja“ oder „Gekauft!“ schreiben.

Wichtig ist, dass Dein Werk „spürt“, dass es wirklich gewollt ist. Selbst wenn du noch nicht ganz verstehst, was die einzelnen Bildelemente bedeuten. Du merkst, dass das Bild als solches „gut und richtig“ ist und dass diese Zukunft dir gut tun wird.

Schritt 6 Magie des Alltags – Kommunikation Bauch und Kopf

Das Herz will, was das Herz will – und der Bauch weiß, was uns gut tut. Dummerweise hat im Alltag häufig der Kopf das Kommando – kommuniziert aber nicht immer optimal mit Herz und Bauch. Das Vision-Board ändert das. Es kommuniziert über die Bilder und Wortschnipsel mit unserem Verstand.

Indem wir unser Vision-Board aufhängen (oder gar auf Leinwand ziehen lassen) geben wir den Wünschen, Träumen und Visionen unseres Unbewussten einen Platz in unserem Leben. Das erlaubt es Bauch und Herz sich nachdrücklicher zu Wort zu melden, wenn Entscheidungen anstehen. Und der Verstand beginnt mit jedem Blick auf das Board besser zu verstehen, was Herz und Bauch wollen. Und dann tut unser Verstand das, was er am Besten kann: Er findet Wege.

Nicht alles was der Verstand tut, findet im bewussten Bereich statt. Oft begegnen uns im Alltag Mikro-Informationen, die gar nicht ins Bewusstsein gelangen. Der Zettel vom Tierheim beispielsweise, auf dem dringend nach Helfern gesucht wird. Oft gelangt dieser nicht ins Bewusstsein, weil unser Verstand die Sehnsucht nach mehr Tieren im Leben gar nicht auf dem Schirm hat. Das Pferd auf dem Vision-Board ändert das. Wir nehmen Dinge wahr, die ansonsten ausgeblendet worden wären.

Das Vision-Board wird so zum Kompass unseres Herzens und der Verstand nutzt diesen Richtungsweiser um unser Leben entsprechend zu gestalten. Schrittweise und fast unbemerkt arbeiten Kopf, Herz und Bauch plötzlich in dieselbe Richtung. Uns so entsteht auf magische Weise eine Wirklichkeit, die nach einiger Zeit doch überraschend vieles von dem umsetzt, was wir auf unserem Vision-Board gestaltet haben.

Neugierig geworden? Probiert es aus! Und wenn ihr mögt – schickt mir Eure Bilder! Ich bin gespannt!


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